Kommt die Verkehrsent- oder eine Belastung für Staudt?

Ortseinfahrt Eschelbach.
Ortseinfahrt Eschelbach.

Zumindest kommt Bewegung in die Diskussion, denn der  Westerwaldkreis will die Machbarkeit einer neuen Umgehungsstraße nördlich von Montabaur prüfen lassen, mit dem Ziel, den ICE-Park und den Stadtteil Eschelbach vom Berufsverkehr zu entlasten. Das berichtet die WZ am 25.6. Wenn es so käme, dann würde ein Großteil des Zubringerverkehres Richtung Wirges nicht mehr durch Staudt sondern über die neue Straße fließen. Diese Straße führt am Eschelbacher Sportplatz parallel zur A3 vorbei und schließt am OBI-Kreisel an – so die Überlegung.

Auch der Schwerlastverkehr zwischen Wirges und der B255 könnte diese Straße nutzen, was die Ortsdurchfahrt von Staudt entlasten würde, erklärte der Wirgeser VG-Chef Michael Ortseifen.

Die Notwendigkeit wurde von allen Fraktionen betont. Es sei an der Zeit, die Pläne für ein solches Vorhaben voranzubringen, meinten Jürgen Schmidt (SPD), Toni Herrmann (FWG) und Michael Musil (Grüne) unisono. Die Frage, ob das Ganze im Endeffekt eine Landes- oder eine Kreisstraße werde, müsse man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten, hieß es. Für eine Klassifizierung sei es noch viel zu früh, so Landrat Achim Schwickert. Bis ein derartiges Vorhaben umgesetzt ist, vergehen erfahrungsgemäß Jahre.

Quelle: Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 25. Juni 2015, Seite 11

Im Artikel wird eher nebensächlich erwähnt, dass die Gemeinde Eschelbach gegen diese Pläne sei. Man ginge davon aus, dass es sich dabei um ein Missverständnis handele. In einem Leserbrief stellt der Eschelbacher Ortsvorsteher, Joachim Gerlach, allerdings klar, den Bau einer Umgehungsstraße in der Fassung „L 313 neu“ abzulehnen. Hauptgrund sei der zu erwartende Schwerlastverkehr von 10.000 neuen Fahrzeugen, bei einer Entlastung von „nur“ 1.000 Fahrzeugen:

Dies lehnen die Eschelbacher Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Verkehr auf der A 3 und der L 313, dem Schienenverkehr der ICE Strecke und der Regionaleisenbahn schon jetzt über Gebühr strapaziert werden, entschieden ab.

Seitens des Ortsbeirates von Eschelbach wurde eine Alternativplanung aufgezeigt, die den Bau einer Umgehungsstraße ab der Firma Osmose, Staudt, Richtung Industriegebiet Montabaur/ICE-Bahnhof vorsieht.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 6. Juli 2015, Seite 16

Diese Alternativplanung liegt uns nicht vor. Das wäre allerdings interessant zu sehen, denn eine solche Verkehrsführung müsste deutlich länger und teurer sein, da sie vermutlich über den Fussenacker läuft. Zudem ist zu erwarten, dass die Eingriffe in Natur und Umwelt erheblich sind.

Unsere Meinung: Solange keine EInigkeit was gebaut wird, wird das wann in immer weitere Ferne rücken!

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