War‘s das für den Wald?

Erst die Rodung für den Autohof, dann irgendwann auch die Staudter Seite?

Am 27.9. fällt der VG-Rat Montabaur die Entscheidung zum Flächennutzungsplan „Autohof Heiligenroth“. Kommt dieser durch, dann entstehen Sonderbauflächen, die einen 24-Stunden-Betrieb ermöglichen. Im Klartext: Lärmimmissionen über 50 dB/A auch nachts! Die Ortsgemeinde Boden und Ruppach-Goldhausen haben „Nein“ dazu gesagt. Jetzt entscheidet der VG-Rat.

Sollte er zustimmen, wird der Investor den Bauantrag stellen und dann rollen die Bagger. Da auch der Staudter Gemeinderat die Grünfläche an der B255 zur Gewerbefläche umgewidmet hat, besteht auch dort (wenn geprüft und genehmigt) die Möglichkeit das Industriegebiet zu erweitern. In einem solchen Szenario ist für Wald kein Platz! Und nicht nur das. Direkter Lärm durch Autohof, Durchfahrtslärm durch Staudt, Lichtverschmutzung und Müll. Alles das werden wir bekommen und zwar vor unserer „Haustür“.

In Wirges entsteht ein Logistikzentrum mit 15.000 qm Fläche. Woher sollen die LKWs denn auf die Autobahn? Durch Staudt natürlich! Montabaur plant die Erweiterung seines Industriegebietes Beulfeld weiter in Richtung Staudt. Es grenzt zukünftig bis zum Reiterhof Runge. Also ist unser Dorf auch von südlicher Seite eingeengt. Nicht zu vergessen ist das Aldi Zentrallager, dass bis zur Äppelheck erweitert wurde. Die LKWs benutzen zur Anfahrt eine Staudter Dorfstraße. Der Kreis hat sich längst aus der Finanzierung ausgeklinkt und die einstige Kreisstraße abgewertet. Bannberscheid baut sein Gewerbegebiet nicht nur direkt neben sein eigenes Wohngebiet, sondern gleichzeitig grenznah an Staudt.

Die kleine Staudter Gemarkung macht sich nun negativ bemerkbar. Es gibt keinen Puffer mehr zum Industriegebiet Bannberscheid im Norden, Tongrube und Logistikzentrum Wirges im Westen, Gewerbegebiet Beulfeld und Aldi Zentrallager im Süden und eigenes Industriegebiet und Autohof im Osten. Staudt ist sozusagen umzingelt und eingeengt. Da die Gemeinde durch das Ausweisen von Wohngebieten weiter wächst, wird der Platz immer knapper und wertvolle Flächen weiter versiegelt.

Staudt hat eine preisgekrönte Zukunft. Aber welche hat die Natur um unser Dorf? Keine besonders gute. Doch die Natur lässt sich nicht besiegen. Das was hier im kleinen den Anfang nimmt, schlägt irgendwann im großen Stil zurück. Starkregen, Feinstaubbelastung,  Hitzewellen, Dürre – das alles beginnt vor Ort!


Fotos vom Staudter Wald an der B255:

 

 

 

 

 

 

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